Europäischer Verband der nationalen Fachverbände der Kaltbandhersteller.

CIELFFA ...

... the European Federation of the National Associations of Cold Rolled Narrow Steel Strip Producers.

... est une association européenne regroupant les syndicats nationaux des lamineurs à froid.

13.09.2012

CIELFFA wird mit einem Experten aus ihren Reihen in den Arbeitssitzungen zur Erarbeitung der neuen „Beste Verfügbare Techniken“(BVT)-Merkblätter für die Verarbeitung von Eisenmetallen vertreten sein. Der Experte soll den Belangen der europäischen Kaltwalzwerke in der „Technischen Arbeitsgruppe“ des Europäischen Büros zur Integrierten Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IVU) (engl.: EIPPCB) Gehör verschaffen. Mit Sitz in Sevilla (Spanien) sorgt das der Europäischen Kommission zugehörige Büro u.a. für den Informationsaustausch zwischen den EU Mitgliedstaaten und der Industrie über Beste Verfügbare Techniken. Das noch gültige BVT-Merkblatt zur Verarbeitung von Eisenmetallen von 2001 steht zur Überarbeitung an. Des Weiteren wird CIELFFA den gleichen Vertreter auch in die EUROFER-Arbeitsgruppe „Kaltwalzen“ entsenden, der Informationen und Fachwissen für die Sitzungen der „Technischen Arbeitsgruppe“ des IVU-Büros sammelt und auswertet.
Die neue EU Richtlinie 2010/75 v. 24. November 2010 über Industrieemissionen mit dem Ziel der Vermeidung oder Verminderung von Industrieemissionen fordert, dass Industrieanlagen nach den besten verfügbaren Techniken, in sogenannten BVT-Merkblättern veröffentlicht, betrieben werden. Der Inhalt solcher BVT-Merkblätter wird in der „Technischen Arbeitsgruppe“, die sich aus Vertretern der EU Kommission, EU Mitgliedstaaten, relevanten Industrievertretern und Nichtregierungsumweltorgani-sationen zusammensetzt, erarbeitet. (Details sind im Durchführungsbeschluss der EU Kommission v. 10. Februar 2012 niedergeschrieben.)
Zur Vorbereitung dieser Arbeitssitzungen auf hohem europäischen Niveau hat CIELFFA vier interne Arbeitsgruppen in den Bereichen “Beizen und Abwasserminimierung, und -behandlung“, “Glühöfen”, “Nachwalzen” und “Kaltwalzen, Fertigbearbeitung, Walzendreherei, und -schleiferei und Emulsionssysteme“ ins Leben gerufen. Die Fachleute werden während den geplanten Sitzungen ihr Wissen zu den entsprechenden Arbeitsfeldern erörtern und zusammenfassen, um dem CIELFFA-Vertreter ihre Expertenbeiträge für die oben genannten BVT-Arbeitssitzungen vorzulegen.

 

 

CBAM Positionspapier

21.10.2020

Die FVK und Cielffa haben sich an der öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission zum Thema Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) beteiligt. Anlässlich der Präsentation des Green Deal für Europa hat die Präsidentin der EU-Kommission Ende 2019 angekündigt, „für ausgewählte Sektoren ein CO2-Grenzausgleichssystem vor[zu]schlagen, um das Risiko der Verlager­ung von CO2-Emissionen zu mindern“. Das System soll sicherstellen, dass in den Importpreisen die CO2-Kosten besser wider­gespiegelt werden.

Die Kaltwalzwerke und die gesamte Stahl und Metall verarbeitende Industrie bekennen sich zu den Klimazielen des Pariser Abkommens.

Unsere Position

  • Vermeidung von ‚Carbon Leakage‘

Das Risiko einer Abwanderung energieintensiver Branchen oder Produktion in Regionen mit niedrigeren Klimaschutzstandards ist unbedingt zu verhindern.

  • Die gesamte Wertschöpfungskette muss mit einbezogen werden

Grenzausgleichsmaßnahmen müssen die gesamten Wertschöpfungsketten und Warenströme in den Blick nehmen und einbeziehen. Es ist nicht ausreichend und würde zu Verwerfungen führen, wenn lediglich die Roh­stoffe am Anfang der Wertschöpfungsketten vor dem internationalen Wettbewerb geschützt würden.

  • Wettbewerbsfähigkeit der Stahl und Metall verarbeitenden Industrien in Europa erhalten

Bei einem Materialkostenanteil von ca. 60% ist die Kaltwalzindustrie sowohl auf wettbewerbsfähige Vormaterialpreise als auch auf wettbewerbsfähige europäische Vormateriallieferanten zwingend angewiesen. Eine Beschränkung des Grenzausgleichsmechanismus allein auf den Import von Rohstoffen wie Stahl oder Aluminium würde sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der Verarbeitungsstufen in Europa auswirken.

  • Verlust von Arbeitsplätzen und die Abwanderung von Investitionen verhindern     

Unternehmen in Drittländern würden zudem angereizt werden, den Stahl im eigenen Land zu verarbeiten und anschließend die fertigen oder halbfertigen Produkte, auf die kein Grenzausgleich angewendet wird und die regelmäßig mit höheren CO2-Emissionen belastet sind, in die EU zu liefern. Europäische Hersteller kämen für die eigenen, innerhalb der EU hergestellten Produkte, unter steigenden Import- und Wettbewerbsdruck. Um die Rohmaterialen ohne CO2-Kosten zu beziehen, könnten diese Unternehmen zukünftig gezwungen sein, ihre Produktion in Länder außerhalb der EU zu verlagern. Auch die Kunden der mittelständischen Kaltwalzwerke könnten einen Anreiz haben, ihre Produktion in Drittländer zu verlagern bzw. diese dort zu erweitern, um Kostennachteile in den Vorleistungen zu vermeiden.
 

  • Petitum

Die Kaltwalzindustrie fordert für den Fall der Einführung eines Grenzausgleichsmechanismus einen umfassenden Wettbewerbsschutz, der alle Verarbeitungsstufen emissionsintensiver Materialien einschließt. Nur so kann das Risiko der Carbon-Leakage-Verlagerung auf die nachgelagerten Verarbeitungsstufen verhindert und ein Schutz von Arbeitsplätzen und Unternehmen in den Wertschöpfungsketten der Stahl- und Metallverarbeitung gewährleistet werden. Ein Schutz nur für ausgewählte Sektoren würde deutlich zu kurz greifen und zu einer Arbeitsplatz- und Wohlstandsverlagerung in Drittländer führen.

Download des CBAM Positionspapiers in voller Länge. 

Juan Ramis (Arania) ist neuer CIELFFA-Präsident und Michael Ullrich (Bilstein) neuer Vorsitzender des Technischen Komitees der Cielffa

20.10.2020

Heute haben die Cielffa-Mitglieder einen neuen Präsidenten und Vorsitzenden des Technischen Komitees gewählt. Das Präsidentenamt hat nun Herr Juan Ramis, Geschäftsführer, Arania (Spanien) inne, Nachfolger von Herrn Rey-Baltar, der das Präsidentenamt aufgrund seines Ruhestandes niedergelegt hat. Die Leitung des Technischen Komitees übernimmt fortan Herr Michael Ullrich, CTO, Bilstein Group (Deutschland). Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit!

 

 

CIELFFA Webmeeting, 20. Oktober 2020, 10-12 Uhr

 

Wir laden alle Mitglieder herzlich zu unserem ersten Webmeeting ein!

Themen auf der Agenda sind:

  • Automarkt: Entwicklungen und mögliche Szenarien (Dr. Foltz, pwc strategy&)
  • EU Handelspolitik: z. B. Steel Safeguards, Carbon Border Adjustment Mechanisms, BREXIT (Ms. Selandari, Orgalim)
  • Wahlen für das Amt des Präsidenten, des Vorsitzenden des Technischen Komitees