Europäischer Verband der nationalen Fachverbände der Kaltbandhersteller.

CIELFFA ...

... the European Federation of the National Associations of Cold Rolled Narrow Steel Strip Producers.

... est une association européenne regroupant les syndicats nationaux des lamineurs à froid.

12.10.2018

Fast 40 Teilnehmer besuchten das CIELFFA Annual Meeting am 9. und 10. Oktober 2018 in Bilbao in Spanien. Am ersten Tag fand das Arbeitstreffen statt, bei dem Herr Andrés Barcelo, Direktor des spanischen CIELFFA-Mitgliedsverbands UNESID über den Stahlmarkt und den aktuellen Stand der Handelsbeschränkungen referierte. Anschließend gab Herr Lorente, Technischer Direktor des AIC - Automotive Intelligence Center - einen Überblick über die baskische Automobilindustrie und die globalen Trends sowie die möglichen Strategien der Branche. Der Vortrag war sogleich ein Vorgeschmack auf den Besuch des Zentrums am folgenden Tag. Bei der Führung durch das Automotive Intelligence Center erhielten die Teilnehmer einen konkreten Eindruck der Projekte aus den Bereichen Elektromobilität, Autonomes Fahren, Integral Safety und Connectivity sowie des Smart und Advanced Manufacturing.
Außerdem berichtete Herr Brachhäuser (C.D. Wälzholz) als Leiter der Arbeitsgruppe Normen von der Revision der EN 10132. Die Arbeitsgruppe hat den technischen Teil der Norm überarbeitet. Diese Überarbeitung ist nun an den zuständigen DIN-Normenausschuss Eisen und Stahlübersandt worden, welcher den offiziellen Überarbeitungsentwurf fertigstellen wird. Im Anschluss wird es noch Abstimmungsbedarf zwischen den beteiligten europäischen Ländern geben, bevor es letztendlich zu einer finalen Veröffentlichung der neuen Norm kommen kann.

 

 

CBAM Positionspapier

21.10.2020

Die FVK und Cielffa haben sich an der öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission zum Thema Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) beteiligt. Anlässlich der Präsentation des Green Deal für Europa hat die Präsidentin der EU-Kommission Ende 2019 angekündigt, „für ausgewählte Sektoren ein CO2-Grenzausgleichssystem vor[zu]schlagen, um das Risiko der Verlager­ung von CO2-Emissionen zu mindern“. Das System soll sicherstellen, dass in den Importpreisen die CO2-Kosten besser wider­gespiegelt werden.

Die Kaltwalzwerke und die gesamte Stahl und Metall verarbeitende Industrie bekennen sich zu den Klimazielen des Pariser Abkommens.

Unsere Position

  • Vermeidung von ‚Carbon Leakage‘

Das Risiko einer Abwanderung energieintensiver Branchen oder Produktion in Regionen mit niedrigeren Klimaschutzstandards ist unbedingt zu verhindern.

  • Die gesamte Wertschöpfungskette muss mit einbezogen werden

Grenzausgleichsmaßnahmen müssen die gesamten Wertschöpfungsketten und Warenströme in den Blick nehmen und einbeziehen. Es ist nicht ausreichend und würde zu Verwerfungen führen, wenn lediglich die Roh­stoffe am Anfang der Wertschöpfungsketten vor dem internationalen Wettbewerb geschützt würden.

  • Wettbewerbsfähigkeit der Stahl und Metall verarbeitenden Industrien in Europa erhalten

Bei einem Materialkostenanteil von ca. 60% ist die Kaltwalzindustrie sowohl auf wettbewerbsfähige Vormaterialpreise als auch auf wettbewerbsfähige europäische Vormateriallieferanten zwingend angewiesen. Eine Beschränkung des Grenzausgleichsmechanismus allein auf den Import von Rohstoffen wie Stahl oder Aluminium würde sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der Verarbeitungsstufen in Europa auswirken.

  • Verlust von Arbeitsplätzen und die Abwanderung von Investitionen verhindern     

Unternehmen in Drittländern würden zudem angereizt werden, den Stahl im eigenen Land zu verarbeiten und anschließend die fertigen oder halbfertigen Produkte, auf die kein Grenzausgleich angewendet wird und die regelmäßig mit höheren CO2-Emissionen belastet sind, in die EU zu liefern. Europäische Hersteller kämen für die eigenen, innerhalb der EU hergestellten Produkte, unter steigenden Import- und Wettbewerbsdruck. Um die Rohmaterialen ohne CO2-Kosten zu beziehen, könnten diese Unternehmen zukünftig gezwungen sein, ihre Produktion in Länder außerhalb der EU zu verlagern. Auch die Kunden der mittelständischen Kaltwalzwerke könnten einen Anreiz haben, ihre Produktion in Drittländer zu verlagern bzw. diese dort zu erweitern, um Kostennachteile in den Vorleistungen zu vermeiden.
 

  • Petitum

Die Kaltwalzindustrie fordert für den Fall der Einführung eines Grenzausgleichsmechanismus einen umfassenden Wettbewerbsschutz, der alle Verarbeitungsstufen emissionsintensiver Materialien einschließt. Nur so kann das Risiko der Carbon-Leakage-Verlagerung auf die nachgelagerten Verarbeitungsstufen verhindert und ein Schutz von Arbeitsplätzen und Unternehmen in den Wertschöpfungsketten der Stahl- und Metallverarbeitung gewährleistet werden. Ein Schutz nur für ausgewählte Sektoren würde deutlich zu kurz greifen und zu einer Arbeitsplatz- und Wohlstandsverlagerung in Drittländer führen.

Download des CBAM Positionspapiers in voller Länge. 

Juan Ramis (Arania) ist neuer CIELFFA-Präsident und Michael Ullrich (Bilstein) neuer Vorsitzender des Technischen Komitees der Cielffa

20.10.2020

Heute haben die Cielffa-Mitglieder einen neuen Präsidenten und Vorsitzenden des Technischen Komitees gewählt. Das Präsidentenamt hat nun Herr Juan Ramis, Geschäftsführer, Arania (Spanien) inne, Nachfolger von Herrn Rey-Baltar, der das Präsidentenamt aufgrund seines Ruhestandes niedergelegt hat. Die Leitung des Technischen Komitees übernimmt fortan Herr Michael Ullrich, CTO, Bilstein Group (Deutschland). Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit!

 

 

CIELFFA Webmeeting, 20. Oktober 2020, 10-12 Uhr

 

Wir laden alle Mitglieder herzlich zu unserem ersten Webmeeting ein!

Themen auf der Agenda sind:

  • Automarkt: Entwicklungen und mögliche Szenarien (Dr. Foltz, pwc strategy&)
  • EU Handelspolitik: z. B. Steel Safeguards, Carbon Border Adjustment Mechanisms, BREXIT (Ms. Selandari, Orgalim)
  • Wahlen für das Amt des Präsidenten, des Vorsitzenden des Technischen Komitees