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Definition für Kaltband:
Kaltband bzw. kaltgewalztes Band ist ein Flacherzeugnis, das eine Querschnittsverminderung um mindestens 25 % durch Kaltwalzen erfahren hat und zu einer Rolle aufgewickelt wird. Das Band hat im Walzzustand leicht gewölbte Kanten, es kann aber auch mit beschnittenen Kanten geliefert werden. Nach Abwickeln von der Rolle und Ablängen kann Kaltband auch als "Kaltband in Stäben" geliefert werden.
(Quelle: Begriffsbestimmungen für Stahlerzeugnisse, Deutsche Fassung EN 10 079: 25. Oktober 1992.)

Abmessungen:
Dicken:    0,05 - 14,00 mm
Breiten:    2,00 - 650,00 mm
Ringgrößen:    0,25 - 20,00 kg/mm Bandbreite
Stablängen:    500 - 6.000 mm

Vorteile:
In der Familie der Flachprodukte aus Stahl bietet Kaltband folgende, besondere Vorteile:
kleinere Querschnitte bzw. Dicken bis zu 0,05 mm,
Verbesserung der Oberflächengüte,
höhere Festigkeit und
höhere Maßgenauigkeit bzw. engere Toleranzen.

Branchenstruktur:
Die Kaltwalzindustrie ist ein unabhängiger Sektor der Industrie der Stahlumformung, der überwiegend durch mittelständische Unternehmen charakterisiert ist. Das Direktgeschäft überwiegt gegenüber dem Handelsgeschäft deutlich.

Absatzmärkte:
Auto, Autozulieferer, Elektro, Eisen-, Blech- und Metallverarbeitung, Feinmechanik, Rohre, Kaltprofile, Radio, Phono, Fernseher, Elektronik, Datenverarbeitung, Schneidwaren, Haushaltsgeräte, Freizeitgeräte, Spielwaren, Möbel, Münzen.

Produktionsprozeß:
Beizen, Vorwalzen, Glühen, Nachwalzen bzw. "Dressieren", Schneiden.
Zusätzliche Bearbeitung
bei Kaltband in Stäben: Längsschneiden oder Richten;
bei bestimmten Oberflächenausführungen: Plattieren oder elektrolytisches Beschichten.
 
Infos überderzeit bearbeitete Normen:
Aktuell werden nachstehende Normen in den Ausschüssen durch FVK-Vertreter begleitet:
- prEN 10139 (Kaltband ohne Überzug aus weichen Stählen zum Kaltumformen – Technische Lieferbedingungen)
- EN 15094 (Sicherheitsanforderungen an Kaltflachwalzwerke)

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