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Ein breites Bündnis europäischer Industrieverbände und Unternehmen fordert das Europäische Parlament auf, den CBAM konsequent auf weitere stahl- und aluminiumintensive Folgeprodukte auszuweiten. Während der ITRE-Ausschuss eine weitreichende strukturelle Erweiterung vorgeschlagen hat, erfasst die Position des ENVI-Ausschusses lediglich rund 220 zusätzliche Zollcodes. Damit bleiben zahlreiche nachgelagerte Industrien weiterhin einem Carbon-Leakage-Risiko ausgesetzt: Europäische Hersteller tragen die CO₂-Kosten des EU-Emissionshandels, während importierte Fertigprodukte vielfach keinen vergleichbaren Belastungen unterliegen. Bei der anstehenden Plenarabstimmung soll das Parlament daher weitere Produkte einbeziehen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, Investitionen in die Dekarbonisierung zu sichern und eine Verlagerung industrieller Wertschöpfung aus Europa zu verhindern.
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Am 7. September 2026 werden FVK-Mitglieder und andere Vertreter der europäischen Stahl-, Metallvertriebs-, Metallverarbeitungs- und nachgelagerten Verarbeitungsindustrien eine deutliche Botschaft nach Brüssel überbringen:
Europa muss die industriellen Wertschöpfungsketten erhalten, von denen ökologischer Wandel, strategische Autonomie, Beschäftigung und Resilienz abhängen.
Der Lkw-Konvoi ist kein Protest gegen Europa. Er ist eine Demonstration für eine starke europäische Industriebasis, fairen Wettbewerb, Klimaglaubwürdigkeit und sichere Lieferketten.
Der Grund dafür ist klar: Stahlintensive Industriegüter und Stahlnebenprodukte gelangen zunehmend auf den europäischen Markt, ohne dass dafür gleichwertige Handels-, Ursprungs-, CO₂- und regulatorische Verpflichtungen gelten. Dies führt zu einer Verlagerung von Produktion, Arbeitsplätzen und Emissionen aus Europa und schwächt gleichzeitig die Industriebasis, die Europa am dringendsten benötigt.
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Weitere Informationen und die Möglichkeit zu einer Registrierung Ihrer Teilnahme finden Sie auf den Internetseiten von EUROMETAL unter: https://eurometal.net/european-convoy-for-industrial-competitiveness/
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Orgalim hat eine Studie „EU CBAM – Bewertung der Auswirkungen auf die europäische Technologiebranche“ veröffentlicht. Diese bildet die Grundlage für die neue Position und die weiteren Aktivitäten der Organisation.
Die Studie basiert auf einer Befragung von 14 Mitgliedsunternehmen der Orgalim-Industrieverbände, die Daten zu 15 Produkten lieferten. Die Analyse zeigt, dass CBAM und der Ausstieg aus dem Emissionshandelssystem (ETS) die Produktionskosten bei einem Drittel aller Produkte um über 5 % erhöhen könnten. In einigen Fällen steigen die Produktionskosten um bis zu 48 %. Dieser Anstieg wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen und das Risiko von Carbon Leakage erhöhen.
Für 8 von 15 Produkten wurde festgestellt, dass sie ab 2026 (Beginn des endgültigen CBAM-Regimes) unmittelbar von Carbon Leakage bedroht sind. 11 von 15 Produkten werden ab 2034, wenn CBAM vollständig in Kraft ist, von Carbon Leakage betroffen sein.
Die Studie bestätigt die negativen Auswirkungen des CBAM und des Ausstiegs aus dem ETS FA, die konkret zu Arbeitsplatzverlusten führen können und als Bedrohung für die grüne Transformation der Industrie und das Ziel der CO2-Neutralität der EU angesehen werden können.
